Generalversammlung vom 05.04.2025
Rund eine Stunde vor der Generalversammlung im Schützenhaus in Schaffhausen
gab’s die Gelegenheit, sich noch etwas zu gönnen. Danach startete
die neue Saison 2024/2025 ganz traditionell mit der Generalversammlung.
Eröffnungstour vom 01.05.2025
Da ich am Nachmittag arbeiten musste und sonst keiner Zeit und Lust hatte
mitzukommen, haben André und ich uns um 8:30 Uhr am Morgen beim Schützenhaus
Breite getroffen. Nach kurzem Austausch haben wir uns für das immer wieder
schöne Donautal entschieden. So ging es über Büsingen und Thayngen
in den Hegau, wo wir über Tuttlingen in das Donautal, mit seinen reizvollen
Kurven, eingefahren sind. In Beuron haben wir einen Kaffeehalt gemacht. Der
junge Mann im Service war noch nicht parat. Zuerst fuchste es mit der Kasse
und danach ist ihm die Milch aus der Hand gefallen. Schlussendlich gab es
dann doch noch Kaffee und Kuchen. Die Rückfahrt wählten wir Richtung
Stockach, Diessenhofen, Oberschlatt nach Rheinau, wo wir im wunderschönen
Biergarten im Gasthaus Buck noch ein Getränk zu uns nahmen. Auch dort
gab es ein kleines Missverständnis. Die Bedienung brachte uns Wein statt
Apfelschorle. Zufrieden mit der Eröffnungstour konnte dann jeder seinem
Tagwerk nachgehen.
TVH abholen vom 22.06.2025
Am Sonntag, 22. Juni 2025, versammelten sich kurz vor 16 Uhr zahlreiche Dorfbewohner
beim Magazin Leu-Rüsi, um die Turnenden des TV Hemmental nach ihrer Rückkehr
vom Eidgenössischen Turnfest in Lausanne willkommen zu heissen. Auch
wir vom MCH – vertreten durch Michael und meine Wenigkeit – waren
vor Ort. Weitere Mitglieder unterstützten an diesem Tag den Schützen-
oder Turnverein, während andere angesichts der sommerlichen Temperaturen
wohl lieber im Schatten blieben. Kurz nach 16 Uhr traf der Traktor mit den
Turnenden unter lautem Jubel ein. Die Stimmung war ausgelassen. Nachdem alle
abgestiegen waren, setzte sich ein beachtlicher Teil des Dorfes hinter der
Vereinsfahne in Bewegung. Der gemeinsame Marsch führte hinauf zum Dorfplatz,
wo die obligatorischen Gruppenfotos entstanden. Anschliessend ging es die
Chüechligasse hinunter zum Kiesplatz beim «Frohsinn», wo
bereits ein Apéro bereitstand. Nach einer kurzen Ansprache des TVH-Präsidenten
genossen die Anwesenden die Erfrischungen unter zahlreichen Sonnenschirmen.
Bei Salat, Grilladen und anregenden Gesprächen liesdie Dorfgemeinschaft
den warmen Sonntag gemütlich ausklingen.
Abendtour vom 11.07.2025
Am Dorfbrunnen in Hemmental trafen André und Michael gegen 18 Uhr ein.
Etwas später kam noch Mario dazu, der mit seiner Batterie beim Starten
seiner Maschine Probleme hatte. Über Herblingen ging es nach Dörflingen,
Hilzingen, Engen in das Wasserburger Tal und weiter über den Wittoh nach
Immendingen, wo wir in der neuen Brauerei eine Einkehr hielten. Danach setzten
wir unsere Tour über de Baar, den Fürstenberg Richtung Blumberg,
Bargen, Merishausen und Hemmental fort, wo uns André in seiner grossartigen
Lounge am Pool, ein kaltes Getränk und Knabberzeug offerierte. Wir unterhielten
uns noch lange an diesem schönen Abend, bis wir irgendwann die Heimreise
antraten. Fazit: Es war schön.
Sommertour Lombardei vom 17.07.2025 bis 20.07.2025
Für einmal beginnen wir die Sommertour bei der Klosterinsel Rheinau.
Ich treffe Michael an seinem Arbeitsort, von wo wir am Donnerstag um 14:30
Uhr starten. Wolfgang hat noch einen geschäftlichen Termin und will am
Freitagmittag nachkommen. Da wir die Töffs vollgetankt haben, können
wir den mühsamsten Teil gleich in einem Stück hinter uns bringen.
Über die Autobahn fahren wir an St. Gallen vorbei bis Landquart. Im Landwassertal
kommen wir nur zügig voran; Überholen ist nicht möglich, da
auch der Gegenverkehr stark ist. Als wir um 17:00 Uhr den Flüelapass
in Angriff nehmen, hat es bereits deutlich weniger Verkehr. Wir geniessen
die zügige Fahrt über die Passstrasse. In Susch ist es schon Tradition,
die Töffs zu tanken. Michael bemerkt dabei, dass an seinem Helm beim
Windschutzvisier eine Schraube fehlt. Auf der anderen Strassenseite hat eine
Garage noch offen, und es dauert nicht lange, bis Michael eine passende Schraube
inklusive zwei Reserveschrauben erhält. Es ist Zeit, weiterzufahren:
über den Ofenpass nach Santa Maria, wo wir an der Kreuzung zum Umbrailpass
unser Hotel Alpin beziehen. Wir machen uns frisch und setzen uns in die Gartenwirtschaft
auf ein Bier. Es ist immer noch angenehm warm, sodass wir auch draussen essen.
Der Burger und die Capuns sind sehr fein. Nach dem Dessert planen wir mit
der Karte die Tour vom nächsten Tag und reservieren bereits ein Hotel
am Gardasee. Wolfgang informieren wir ebenfalls, damit er dort auch reservieren
kann. Unsere altbewährte Methode, die Tour mit der Karte vorzubereiten,
weckt das Interesse von Desirée, die zwei Tische nebenan sitzt und
alleine mit dem Töff unterwegs ist. Wir trinken drinnen noch ein Bierchen,
tauschen uns aus und gehen anschliessend schlafen.
Das Frühstück gibt es bereits um 7:30 Uhr. Wir sind die Ersten, auch Desirée kommt dazu und setzt sich zu uns. Sie will in den nächsten Tagen zu den Dolomiten und insgesamt rund 1200 km zurücklegen. Wir starten gemeinsam Richtung Umbrailpass, doch schon nach wenigen Kurven sehen wir sie nicht mehr im Rückspiegel. Auf dem Pass halten wir an und machen ein Foto, sie kommt immer noch nicht. Wahrscheinlich musste sie noch Bilder für ihren Social-Media-Kanal machen. So fahren wir weiter Richtung Bormio, das Stilfserjoch lassen wir links liegen. Wir folgen dem Val di Gavia bis zum Gaviapass und fahren über die schmale Strasse hinunter nach Edolo. In Berzo biegen wir rechts ins Val Paisco ab – eine wunderschöne Hochebene mit kleinen Strassen. Fast ohne Verkehr geht es weiter zum Passo Vivione. Nach einem kurzen Halt fahren wir die schmalen, kurvigen Strassen hinunter nach Schilpario, wo wir in einem kleinen Restaurant ein Panini mit Schinken zum Mittagessen geniessen. Weiter geht es durchs Valle di Scalve, weiterhin auf sehr kleinen Strassen, bis nach Darfo Boario Terme. Nun fahren wir das Val Camonica nordwärts bis Breno, biegen rechts ab und folgen schönen Nebenstrassen Richtung Osten bis Bezena. Kurze Zeit später erreichen wir den Passo di Croce Domini. Richtung Süden erwartet uns eine relativ schlechte Naturstrasse. Wir fragen einen entgegenkommenden Endurofahrer, wie die Strasse sei. Er meint, sie sei befahrbar und nach einigen Kilometern wieder asphaltiert. So wagen wir diesen Ritt über eine üble Strecke mit rund 40 km/h auf etwa 15 Kilometern Länge. Die Randenüberfahrt ist im Vergleich dazu eine Autobahn. Unterwegs kommen wir noch an einer riesigen NATO-Satellitenanlage vorbei. Beim Passo Maniva verpassen wir die Abzweigung nach Bagolino – wir sind in Italien, wo die Beschilderung oft sehr schlecht ist. So kommen wir rund 15 km südlicher als geplant nach Idro. Unser Zeitplan ist längst dahin, doch das spielt keine Rolle: Es ist einfach genial, auf diesen coolen, verkehrsarmen Strassen unterwegs zu sein. Am Lago d’Idro nimmt der Verkehr deutlich zu. Zum Glück sind es nur etwa 20 km bis Storo. Danach fahren wir nochmals 36 km über kleine Strassen durchs Valle d’Ampola und das Val di Ledro zum Gardasee. Bis nach Riva del Garda geht es durch mehrere Tunnels. Kurz vor dem Zentrum vibriert mein Handy – wir halten an. Es ist Wolfgang, der uns mitteilt, dass er gerade in Hemmental angekommen ist und nicht mehr kommen wird. Es ist 18:00 Uhr, und er wäre erst gegen 2:00 Uhr nachts am Gardasee angekommen. Für uns sind es noch 35 km, allerdings die mühsamsten des Tages. Nach Torbole stehen wir 5 km im Kolonnenverkehr. Wir schlängeln uns zwischen den Autos hindurch; selbst wenn die Ortspolizei in der Kolonne steht, fahren wir vorbei und sparen so mindestens eine halbe Stunde. Vor Brenzone müssen wir mehrmals anhalten, um uns zu orientieren, finden schliesslich aber das Hotel Merano. Schnell beziehen wir das Zimmer und springen noch in den warmen Gardasee zum Schwimmen. Kurz vor 19:00 Uhr sind wir zurück im Hotel und huschen in Badehosen an den Hotelgästen vorbei, die bereits am Nachtessen sind. Wenig später sitzen wir selbst am Tisch und geniessen das feine Essen mit Wein und Bier. Nach dem Essen kommen wir mit verschiedenen Leuten ins Gespräch: Für ein junges Pärchen spielen wir Lebensberater zum Thema Heiraten und Kinder, mit einem Iraker diskutieren wir über Weltpolitik. Gegen Mitternacht wird es Zeit, schlafen zu gehen.
Das Wetter ist auch am nächsten Tag top, als wir nach dem Frühstück losfahren. Eigentlich hätte direkt beim Hotel eine kleine Strasse nach Caprino führen sollen, doch wir verpassen sie und fahren 20 km nach Süden bis Garda. Dort finden wir eine Strasse über Costermano nach Caprino. Wir legen einen kurzen Stärkungshalt ein und orientieren uns auf der Karte. In dieser Region gibt es unglaublich viele interessante Nebenstrassen, die – wie so oft in Italien – schlecht angeschrieben sind. Also fahren wir wie früher einfach drauflos und orientieren uns grob am Sonnenstand. Trotzdem behalten wir unser Ziel im Auge. In Madonna della Corona bei Brentino fahren wir nach Osten und überqueren die Autobahn von Trento nach Verona. Weiter geht es nach Erbezzo und Bosco Chiesanuova, dann nach Norden bis zur Conca del Parpari, wo wir auf einer kleinen, kurvigen Strasse entlang des regionalen Naturparks fahren. Plötzlich überquert etwa 50 Meter vor uns mitten am Tag ein Reh die Fahrbahn. In dieser idyllischen, bewaldeten Landschaft bewegen wir uns auf einer Höhe zwischen 1100 und 1400 Metern. Nun fahren wir wieder nach Süden am Monte Purga vorbei. Da wir erneut eine Abzweigung verpassen, gelangen wir bis Badia Calavena, fahren weiter nach Osten und in Vestenanova nach Norden bis Valdagno. Jetzt sind wir wieder auf Kurs. Es macht riesigen Spass, auf diesen fast autofreien Strassen unterwegs zu sein – einzig die Beschilderung könnte besser sein. Schon bald erreichen wir Recoaro Terme. Eigentlich möchten wir über den Passo Campogrosso, der auf der Karte mit seinen vielen Kurven sehr verheissungsvoll aussieht. Leider ist er gesperrt, was wir von der Bardame erfahren, die ihr Restaurant gerade schliesst. Für uns kommt nur noch eine Strasse infrage: der Passo Xon, der mit 671 Metern nicht gerade der höchste ist. Von Valli del Pasubio fahren wir nach Osten zum Passo Pian delle Fugazze. Da es bereits kurz vor 16:00 Uhr ist, entscheiden wir uns, die Route zu ändern und Bozen heute nicht mehr anzufahren. Wir fahren zurück nach Riva, wo wir uns mit einem feinen Toast stärken. Schnell kommen wir mit einem Pärchen am Nebentisch ins Gespräch – Deutsche, die eigentlich auch mit dem Töff unterwegs sind, heute aber wandern. Sie empfehlen uns ein Motorrad-Hotel in Fòxi, wo sie ebenfalls übernachten. Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns dafür. Für heute sind wir genug kleine Strassen gefahren und fahren nach Fòxi zum Gasthof Laterna. Paulo, der Wirt, begrüsst uns herzlich, und bevor wir einchecken, gibt es erst einmal ein Bier. Man merkt sofort, dass er seit Jahren Motorradfahrer beherbergt und weiss, was sie nach einer Tour schätzen. Wir sitzen auf der sonnigen Terrasse und geniessen das Bier, unterhalten uns mit drei weiteren Motorradfahrern aus Deutschland. Beim Beziehen der Zimmer erhalten wir noch eine kleine Geschichtskunde und merken schnell: Hier wird das Kaiserreich vermisst. Beim genaueren Hinschauen entdeckt man Helme und Granaten aus dem Ersten Weltkrieg. Wir werden ermahnt, pünktlich zum Nachtessen zu erscheinen – es gibt ein Einheitsmenü. "Lasst euch überraschen." Natürlich sind wir pünktlich, denn wir haben grossen Hunger. Es gibt Braten, Kartoffeln mit Gemüse und ein Dessert. Für 60 Franken Halbpension kann man nichts sagen. Der Koch ist übrigens Paolos Bruder. Beide sind sehr passioniert und möchten das Gasthaus noch einige Jahre weiterführen – die Kinder haben kein Interesse daran. Nach zwei weiteren Bieren gehen wir schlafen.
Das Frühstück am nächsten Morgen passt, und wir machen uns
bei prächtigem Wetter auf die Heimfahrt. Die Strasse nach Rovereto ist
fast leer, und wir geniessen die 15 kurvigen Kilometer zum Auftakt. In Rovereto
nehmen wir die Autobahn bis Kaltern. Dort stelle ich fest, dass mein Rückspiegel
fast abfällt. Wir halten kurz bei einer Tankstelle und ziehen die Schrauben
wieder fest. Nun geht es hinauf zum Passo della Mendola, ein kurviger, nicht
allzu stark befahrener Pass bis Fondo. Im gleichen Stil fahren wir weiter
zum Gampenjoch auf 1518 Metern. Meran lassen wir rechts liegen und nehmen
das Vinschgau in Angriff. Seit dem Bau der vielen Tunnels und Umfahrungsstrassen
ist es dort deutlich entspannter geworden. Wir kommen zügig voran und
verpassen beinahe die Abzweigung ins Münstertal. In Müstair halten
wir an, um unseren Hunger zu stillen. Gestärkt geht es weiter über
den Ofenpass und den Flüelapass – diesmal von der anderen Seite
– nach Davos. Nach Landquart ist der Verkehr relativ stark, sodass wir
im Prättigau beim Überholen sehr aufmerksam sein müssen. Noch
einmal volltanken und über die Autobahn dem Rheintal entlang an St. Gallen
vorbei zurück nach Schaffhausen. Wir hatten während der 3½
Tage keinen Regen und auch keine Busse. Es war eine der schönsten Touren
der letzten Jahre. Es fühlte sich an wie in den Anfangszeiten –
nur mit deutlich weniger Teilnehmern. Nach 1353 km sind wir wieder zu Hause
angekommen.
Schön war es!!
Jubiläum 100 Jahre TVH vom 09.08.2025
Beim 100-Jahr-Jubiläum des Turnvereins Hemmental wurde einiges geboten
– unter anderem ein Postenlauf mit Quizfragen, eine Festwirtschaft,
das Ländlertrio Hembergergruess sowie eine Bar mit DJ Sean. Harry hat
im Namen des MCH ein Geschenk überreicht. Hier noch ein Artikel aus den
Schaffhauser Nachrichten:
Ein Turnverein in Feierlaune
Am Samstag konnte der TV Hemmental einen ganz besonderen Meilenstein feiern:
Ein Jahrhundert ist seit seiner Gründung vergangen. So sah das Fest am
Wochenende aus. Bereits von Weitem sieht man die Rauchschwaden aufsteigen,
begleitet vom fröhlichen Stimmengewirr der Festgesellschaft. In der Luft
liegt der Duft von frisch gegrillten Würsten, die Scheune ist mit langen
Festbänken ausgestattet und bunte Lichterketten schmücken die Decke.
Die Gäste tummeln sich beim Essensstand und den runden Apéro-Tischen
oder haben auf einer Sitzbank Platz genommen. Der Anlass für die Feier
am Samstag: Es sind 100 Jahre vergangen, seit der Turnverein Hemmental gegründet
wurde. Dass der Verein ein ganzes Jahrhundert überdauert hat, sei zweifellos
eine Leistung, sagte Nadine Schlatter, Präsidentin des Organisationskomitees
für die Jubiläumsfeier. Die 29-Jährige ist schon seit ihrer
Kindheit Teil des TV Hemmental: «Wenn man hier aufgewachsen ist, gehört
der TV irgendwie dazu.» Von Anfang an sei klar gewesen, dass für
das 100-Jahr-Jubiläum etwas Spezielles auf die Beine gestellt werden
sollte. Vor einem Jahr hat die Planung begonnen. «Wir waren lange hin-
und hergerissen, ob wir uns wirklich so einen grossen Aufwand machen wollen»,
so Schlatter. Doch die aufwendige Organisation hat sich ausgezahlt: Einen
Postenlauf durchs Dorf, Festwirtschaft, Rückblick auf die Vereinsgeschichte,
diverse Vereinsbeiträge und noch einiges mehr hatte das Programm zu bieten.
Plötzlich knallen laute Gewehrschüsse durch die Luft und ziehen
die Aufmerksamkeit der ganzen Festgesellschaft auf sich. Manche zucken zusammen,
andere drehen sich gleich in die Richtung, aus der die Schüsse gekommen
sind. Die Schüsse läuten den eigentlichen Festakt ein. Es folgt
der Einmarsch mit den Flaggen des Turnvereins, eine Begrüssung und der
Rückblick auf die Vereinsgeschichte beginnt. Humorvoll wird von den verschiedenen
Jahrzehnten berichtet. Das Publikum hört gespannt zu und es wird ausgiebig
geklatscht und gelacht. Zur Feier erschienen nicht nur die Vereinsmitglieder
des Turnvereins, sondern auch die Vertreter anderer Hemmentaler Vereine. «Wir
sind wie eine Familie und unterstützen uns gegenseitig», sagt Terezia
Leu vom Moto-Club Hemmental. Für sie sei es daher selbstverständlich,
dass sie als Verein zum Jubiläum kommen und den TV Hemmental feiern.
«Es ist selten, dass es in einer so kleinen Gemeinde so viele Vereine
gibt, die alle auch so aktiv sind.» Das mache Hemmental lebendig –
ein Umstand, den sie sehr schätze. Von Jung bis Alt packen alle mit an,
so auch Lorena Schlatter. Die 16-Jährige ist seit diesem Jahr als Aktive
beim Verein dabei. Bereits am Vortag habe sie bei den Aufbauarbeiten für
das Fest mitgeholfen und am Samstagabend habe sie ausserdem bei der Bedienung
der Festgesellschaft geholfen. Schlatter habe sich im Vorhinein sehr auf das
Fest gefreut. Am meisten Spass hat ihr der Postenlauf durchs Dorf gemacht.
«In kleinen Gruppen von drei bis fünf Personen musste man verschiedene
Aufgaben machen oder Quizfragen beantworten.» Einiges ist über
die Jahre hinweg gleich geblieben. Im vergangenen Jahrhundert hat sich einiges
geändert. Diese Erfahrung hat auch Erich Leu gemacht, welcher seit 30
Jahren Mitglied beim TV Hemmental ist: «Die grösste Veränderung,
die ich miterlebt habe, war die Fusionierung der Frauen und Männer.»
Beim letzten Jubiläum, dem 75. Geburtstag des Vereins, sei dies noch
nicht der Fall gewesen. Allerdings gebe es etwas, das sich nicht geändert
habe: der Zusammenhalt und das Miteinander im Verein. Er selbst turnt mittlerweile
nicht mehr, aber es macht ihm Freude, den Verein zu unterstützen, wie
zum Beispiel am Samstag hinter dem Grill. «Ich hoffe, dass der Verein
noch weitere 100 Jahre lebt», so Erich Leu.
Fantasy Indoor 3D Minigolf, Winterthur vom 26.10.2025
Die Schlusstour vom MCH stand demnächst auf dem Programm. Bisher hatte
uns der Spätsommer mit passablem Wetter bis weit in den Herbst hinein
begleitet. Wenige Tage zuvor konnte ich die geplante Schlusstour in den Hochschwarzwald
in Richtung Badenweiler bei angenehmem Wetter noch abfahren und geniessen.
Doch ein markanter Wetterumschwung vermasselte mir die Tourenplanung. Garstiges,
nasskaltes Wetter war in unserer Region angesagt – so würde es
keinen Spass machen. Entweder Absage oder ein Alternativanlass. Doch guter
Rat war teuer. Etliche Ideen schwirrten in meinem Kopf umher, allerdings jeweils
mit mässiger Begeisterung. Bei der Rücksprache mit André
tauschten wir unsere Gedanken aus, und er brachte weitere Vorschläge
ins Spiel. Vor allem das Indoor-3D-Minigolf weckte mein Interesse. Nach einer
Anfrage beim Betreiber Fantasy Golf in Winterthur entschied ich mich, diesen
Alternativanlass zu organisieren. Zu meiner Überraschung stiess die neue
Ankündigung im Chat auf reges Interesse. So viele Teilnehmende hätten
an der Schlusstour mit Sicherheit nicht teilgenommen. Am Sonntagnachmittag,
dem 26. Oktober, versammelte sich eine stattliche Gruppe mit André,
Christoph, Ronit, Wolfgang, Eddie, Karl, Karin sowie Michael mit Sohn Paul
und mir beim Parkplatz des Kinos Kinepolis. Auch Martin und Bea hatten sich
angekündigt und wollten in Winterthur zu uns stossen. Romy wäre
ebenfalls liebend gerne mitgekommen, doch ein unglücklicher Beinbruch
setzte sie ausser Gefecht. Und das Wetter? Entgegen den Prognosen blinzelte
uns bei kühlen Temperaturen überraschend die Sonne ins Gesicht.
Soll da noch einer schlau werden! Wir bildeten Fahrgemeinschaften und fuhren
mit drei Fahrzeugen nach Winterthur. Dort angekommen, trafen wir bald auch
auf Martin und Bea. Anschliessend begaben wir uns ins Gebäude zur Kasse,
wo wir Minigolfschläger, Bälle, Schreibmaterial und 3D-Brillen erhielten.
Es wurden vier Gruppen gebildet, und schon konnte es losgehen. Beim Betreten
der in Blaulicht abgedunkelten Halle leuchteten uns zahlreiche Gegenstände
in Grün und Rot entgegen, deren Effekte sich mit der 3D-Brille noch verstärkten
– ein spezielles Erlebnis! Aufgrund der gut besuchten 18-Loch-Anlage
und der damit verbundenen Wartezeiten wurde die Reihenfolge der Bahnen nicht
immer eingehalten. Mit unterschiedlichem Ehrgeiz und viel Konzentration nahmen
wir die Bahnen in Angriff. Die vielfältigen 3D-Malereien und Objekte
waren dabei immer wieder einen Blick wert. Der Schwierigkeitsgrad der Bahnen
hielt sich eher in Grenzen und konnte mit einer herkömmlichen Anlage
nicht ganz mithalten. Dennoch scheiterten einige an einzelnen Hindernissen,
und es musste auch einmal widerwillig das Maximum an Schlägen notiert
werden. Nach etwas mehr als einer Stunde waren alle Hindernisse mehr oder
weniger erfolgreich absolviert. Das Resultat war aus sportlicher Sicht zwar
zweitrangig, dennoch seien hier – nach Konsultation der Spielblätter
– die besten Ergebnisse erwähnt: Wolfgang, André und Eddie
führten gemeinsam mit Michael die Rangliste an und teilten sich das Podest.
Nun folgte der gemütliche Teil, und wir begaben uns ins darüberliegende
Irish Pub namens Molly Malone. Die Namensgeberin des Pubs lebte der Legende
nach im 17. Jahrhundert in Dublin als Fischhändlerin und soll von bezaubernder
Schönheit gewesen sein. Der Überlieferung zufolge war sie aufgrund
grosser Armut gezwungen, ihre Schönheit an fremde Männer zu verkaufen.
Ihr Schicksal war tragisch: Angeblich wurde sie von einem Freier mit Cholera
angesteckt und verstarb am 16. Juni 1699 in Dublin auf offener Strasse. Die
Dubliner haben Molly Malone zum Wahrzeichen ihrer Stadt erkoren. Weltberühmt
wurde sie durch das irische Volkslied «Cockles and Mussels», das
als inoffizielle Hymne Dublins gilt und von ihrem traurigen Ende erzählt.
Zu ihren Ehren wurde auch ein Denkmal errichtet, das heute zu den Wahrzeichen
der Stadt zählt. Oben im Pub sicherten wir uns zwei Tische und bestellten
unsere wohlverdiente Stärkung am Tresen. Die Auswahl an Getränken
war enorm, doch dem Ort entsprechend fiel die Wahl naheliegenderweise auf
ein irisches Bier. Einige hatten zudem Lust auf etwas Fingerfood, um den kleinen
Hunger zu stillen. So waren alle zufrieden, und es wurde nochmals angeregt
über das Erlebte auf der Anlage diskutiert. Auf den grossen Bildschirmen
wurde live der «El Clásico» zwischen Real Madrid und dem
FC Barcelona übertragen. Besonders der Jüngste in der Runde hatte
sichtlich Freude daran: Paul erwies sich als wahrer Fussballkenner und verfolgte
das Spiel interessiert. Am Ende gewann Real Madrid im Bernabéu mit
2:1. Da einige am Sonntagabend noch andere Termine hatten, brachen die meisten
etwas früher auf, um die Heimreise anzutreten. Auf dem Rückweg setzte
während des Eindunkelns feiner Nieselregen in Richtung Schaffhausen ein.
Ich denke, der Alternativanlass war eine gute Entscheidung und dürfte
allen gefallen haben. Motorradfahren ist ein schönes Hobby – aber
alles zu seiner Zeit. Die abgesagte Tour lässt sich bestimmt bei anderer
Gelegenheit nachholen.
Konstanzer Weihnachtsmarkt vom 07.12.2025
Am 2. Dezember 2023 wollten wir eigentlich wiedermal den Konstanzer Weihnachtsmarkt
unsicher machen. Doch der Winter hatte andere Pläne: In Hemmental türmte
sich der Schnee bis zu einem halben Meter hoch, die Bahnstrecke via Singen
war dicht, und auf der Schweizer Seite kamen wir nur bis Eschenz. Kurz gesagt:
Wir hätten Schneeschuhe gebraucht – Aber Glühwein gabs dann
doch in Winterthur.
Zwei Jahre später, im Dezember 2025, war das Gegenteil der Fall: Statt Schnee gabs Regen satt und Temperaturen um die zehn Grad. Weihnachtsstimmung? Na klar – wir sind ja nicht aus Zucker! Zwölf tapfere MCH-Mitglieder machten sich auf den Weg nach Konstanz. Kurz nach 15 Uhr rollten wir mit der Bahn via Kreuzlingen in die Stadt und standen nach wenigen Schritten schon vor dem ersten Stand: Glüh-Champagner! Wer denkt, das sei dekadent (im Sinn von volksfremd), hat ihn noch nicht probiert. Spoiler: Wir haben ihn probiert. Danach ging es Schlag auf Schlag: Heisser Caipirinha, heisser Lillet, heisser Met (mein Favorit – flüssige Wikingerpower!), Espresso-Martini… Wir haben uns durch die Getränkekarte gearbeitet wie Profis. Irgendwann war uns so warm, dass wir fast die Jacken ausgezogen hätten – und das bei Dauerregen! Gegen 18 Uhr steuerten wir das vietnamesische Restaurant Good Rice an. Dort wartete die Pointe des Abends: Die Reservierung für «vierzehn» war als «vier» verstanden worden. Tja, da standen wir – zwölf hungrige Leute und ein Tisch für vier. Aber keine Panik: Die Crew vom Good Rice hat uns gerettet und einen grossen Tisch organisiert. Das Essen? Einfach top – und wir haben gelernt: Laut und deutlich sprechen lohnt sich. Kurz vor 20 Uhr ging es zurück zum Bahnhof. Für Wolfgang und Tinu wurde es noch spannend: «Noch schnell einen Glühwein!» – und das kurz vor Abfahrt des Zuges. Aber sie haben es geschafft, und wir alle konnten die Heimfahrt im Zug geniessen. Fazit: Regen kann uns nicht stoppen, Missverständnisse auch nicht. Danke an alle, die dabei waren – ihr habt den Tag legendär gemacht
Dart spielen vom 16.01.2026
Wieder einmal trafen wir uns im Münster Pub zum beliebten Dart spielen.
Ich hatte beim Chef zwei Automaten für 19 Uhr reserviert. Er hat sich
wieder sehr gefreut, dass der Moto-Club zum Spielen kommt und uns auch wieder
die Gebühr für die Automaten erlassen. Dafür gab es von uns
Allen ein gutes Trinkgeld am Schluss. Als ich gegen 19 Uhr den Pub betrat,
sassen Werner und Marcel schon bei einem Getränk an einem Tisch und begrüssten
mich freundlich. Es dauerte nicht lange und weitere Dartbegeisterte MCHler
trafen ein. Nach der Getränkebestellung wurden zwei Teams gebildet und
los ging es. Wir hatten wieder einen tollen Abend im Münster Pub, den
einige von uns in einer Kellerbar in Schaffhausen ausklingen liessen.
Mondscheinbummel Rest. Frohsinn vom 28.02.2026
Um das ansässige Gastgewerbe zu unterstützen, beschloss ich, den
diesjährigen Mondscheinbummel rund um die Chäpfli von Hemmental
zu machen. Aber wie lange hat man denn für so eine Runde? Um das genau
herauszufinden, bin ich die Chäpflirunde einen Tag vorher abgelaufen.
An jenem Abend herrschte eine grandiose Abendstimmung, und ein faszinierender
Vollmond begleitete mich auf dem ganzen Weg. Ich war überzeugt: Das gibt
den perfekten Mondscheinbummel. Leider schlug das Wetter am folgenden Tag
um. Als wir uns um 18 Uhr auf dem Dorfplatz trafen, war der Himmel bereits
bewölkt. Guten Mutes, dass der Mond vielleicht doch noch einmal zwischen
den Wolken hervorkommen könnte, ging es den Grund hinauf bis zum Süüstallchäpfli.
Dort gab es einen kleinen Apéro – allerdings ohne Mondschein.
Danach führte der Weg über den Fuchsacker via Langacker zum Frohsinn.
Wieder ohne Mondschein. Aber als positiv denkende Menschen waren wir glücklich,
dass es wenigstens nicht regnete. Nach einem festlichen Mahl und guten Gesprächen
war der Mondscheinbummel 2026 auch schon wieder Geschichte.
Auto- und Traktormuseum, D-Uhldingen vom 15.03.2026
Wir trafen uns um 9 Uhr beim Schützenhaus auf der Breite in Schaffhausen
und starteten mit drei Fahrzeugen Richtung Museum. Es war der erste Tag nach
der Winterpause, an dem das Museum geöffnet hatte, und um 10 Uhr waren
wir fast die Einzigen, die die Räume betraten. Christoph wollte vorher
noch einen Kaffee trinken, doch leider war weit und breit keiner zu finden.
Das Restaurant war noch geschlossen und auch ein Automat fehlte. So brachten
wir den Vorschlag ein, dort einen aufzustellen – mal sehen, ob es Früchte
trägt. Alle fanden die Ausstellungen über drei Etagen sehr interessant.
Vor allem, weil neben den enorm vielen und schönen Fahrzeugen auch das
Handwerk rund um das Fahrzeug und die Landwirtschaft sehr gut dargestellt
wurde. Gegen 11:30 Uhr begaben wir uns zum Mittagessen, das wir in einem schönen
Separee einnehmen durften. Auf Vorschlag von André hatten wir unseren
Abschluss des Tages im «Frohsinn» in Hemmental. Für mich
war es ein super Tag – vielen Dank an alle, die daran teilgenommen haben!
Euer Fahrwart